Ich spreche von über neun Jahren Freundschaft mit L.
Wie die meisten von euch wissen, war ich zusammen mit ihr in München. Sie hat mein Vertrauen ziemlich missbraucht (kompliziert)...L & ihre Familie haben ein Problem damit, dass ich eine ES habe. Als wir wieder zu Hause waren, hat L nach meinem Blog gesucht, ihn gefunden und einiges über die Ereignisse in München und meine Meinung darüber, die ihr überhaupt nicht gefallen hat, gelesen.
Vor ein paar Tagen kam ihre Antwort auf meinen Brief:
„Es tut mir Leid, den Brief überhaupt gelesen zu haben. So wie es aussieht, bist du ganz eindeutig noch ärmer dran, als ich dachte! Ich wünsche dir, dass du das bald in den Griff bekommst. L.
P.S.: Auf das, was du geschrieben hast, gehe ich gar nicht erst ein, so einen Kinderkram hat nicht jeder nötig.
Sie hat mir den Originalbrief, den ich ihr geschrieben habe, zugeschickt, und ihre „Antwort“ darauf geschrieben. Was soll ich dazu sagen?
Wie man sieht, kann man sich auf niemanden mehr verlassen. Echte Freunde? Eine Seltenheit. Wenn ich nicht eine Freundin hätte, die schon seit einem Jahr alles über mich weiß und niemandem irgendetwas erzählt, würde ich sagen, dass es gar keine echten Freunde gibt. Und solche Menschen wie diese Freundin sind einfach extrem selten. Ist das nicht traurig?
Über neun Jahre sind nun vorbei. Wie konnte ich mich so in L täuschen? Hinterherlaufen werde ich ihr definitiv nicht, dafür bin ich viel zu stolz. Ich denke, ich habe alles richtig gemacht (ich weiß, das klingt jetzt vielleicht ein bisschen blöd). Da L & ich etwa 100 Kilometer voneinander entfernt wohnen, haben wir uns in der Regel nur für ein paar Tage in den Ferien gesehen. Sonst hätte ich vielleicht schon früher erkannt, wer sie ist.
Wow, das ist ja krass. Also ich fands ja schon echt schockierend, was sie als sogenannte Freundin in bzw. nach München abgezogen hat, aber der Brief jetzt noch. Da fehlen einem doch echt die Worte. Ich finde auch, dass du richtig gehandelt hast und ehrlich, solche Freundschaften ziehen einen sowieso nur runter, wenn man sich auf Freunde in solchen Situationen nicht verlassen kann, sind es keine Freunde. Lass dir davon aber bitte nicht das Wochenende verderben.
AntwortenLöschenDrück dich ganz lieb, viele Grüße ♥♥
ich bin auch der meinung, dass wenn ich mich auf andere verlasse, ich dann verlassen bin - desw. habe ich erst gar ne die erwartung, dass ich mich auf andere verlassen kann. das führt zwangsläufig dazu, dass man eigenständiger wird, sicher auch egoistischer. man kann eben ne alles ham. auf andere verlassen bedeutet ja auch abhängigkeit und das muss ersma ne schlecht sein, aber wie wir alle wissen heißt es au, jmd. anderes kann jederzeit die reissleine zerschneiden, an der ich hänge und dann is der fall ggf. tiefer als er beim versuch der selbstständigkeit (unabhägigkeit) gewesen wäre!
AntwortenLöschendann is ja beim verlassen geworden sein imma noch zu differenziern in der ursache, die dazu führte, dem grund oder nicht selten auch schuldigen, d.h. wenn einer schuld hatte, ich selbst oder der, von dem ich abhängig war bzw. auf den ich mich (blind, unkritisch) verlassen habe. wenn keiner schuld is, find ichs besonders hart, also wenn's auseinander geht, ohne das einer was für konnte. das is mir mal passiert, seither habe ich jedes vertrauen/verlässlichkeit bis auf ein rest-my verloren.
dennoch kann man sagen: iwie brauch man mitmenschen doch, besonders aber und zumindest die eng vertrauten. auch diese können kommen und gehen, c'est la vie. stay and think positive about it even if its harder as one might believe.
wer war in eurem fall schuld? in diesem fall, schätze ich, dass es die falsche frage is. es scheint mithin völlig egal. und da komme ich zum ende wieda zu meinem steh-auf-satz: glücklich ist, wer vergisst, was ne mea zu ändern is! =)
nich das ich es rausgelese hätte, aber du warst ehrlich, ja? also ja, dann find ich dein abschließendes urteil fair und passend. im anderen beitrag schriebst du ein wort, welches in meiner lebens(erfolgs)formel ganz oben steht: geduld. damit is schon alles richtige gesagt; alles andere ergibt sich positiv, ja. nice we..
das ist wirklich hart und schlimm, ich verstehe das du sehr traurig bist.
AntwortenLöschenJa, richtige Freundschaften sind selten geworden, ABER es gibt sie & du weist das ja duch diese Freundin :)
Bitte gib die Hoffnung an andere Menschen deswegen nciht auf! Es gibt oft Enttäuschungen, aber 1000 Entäuschungen werden durch eine echt Freundin aufgewogen:)
<3
Danke :)
AntwortenLöschenDas überrascht mich, dass man sehen könne, dass ich öfters Sport mache, denn ich mache da wirklich nicht viel (früher mal, aber das ist über ein Jahr her)... Aber freuen tut's mich natürlich. :)
Genau dieses Gewicht hat meine Therapeutin auch gesagt! Aber ich habe ja praktisch Bilder von mir mit jeglichem Gewicht und mit den Bildern bei diesem Gewicht (okay, mein Körper war durch dieses ganze Zunehmen und die FAs wirklich sehr "aufgeschwämmt") kann ich mich so gar nicht anfreunden. :/
Leider wird das noch ziemlich lange dauern, bis sie komplett in die Längen nachgewachsen sind. :/
Ohje, das ist wirklich traurig und nicht leicht...
Ich habe das alles nach München zwar gar nicht mitbekommen, da ich ja im Urlaub war, aber das klingt gar nicht schön! Was Freundschaften angeht, kann ich mich Phönix nur anschließen. :)
Alles Liebe ♥
Ich finde ihr Verhalten "auch" kindisch - wobe ich das auch in Gänsefüßchen setze, weil ich nicht beurteilen kann, ob dein Verhalten überhaupt kindisch war und man deshalb von "auch" sprechen kann.
AntwortenLöschenDie meisten Freundschaften werden früher oder später beendet. 9 Jahre sind eine lange Zeit... Aber jetzt war vielleicht auch einfach diese Ziet vorbei. Wenn man sich nicht so oft sieht, projiziert man schnell etwas in einen anderen menschen hinein, finde ich. Das beziehe ich jetzt nicht nur auf diese Situation... Aber es ist eben sehr einfach, etwas zu "sehen", was man aufgrund der Enfernung nicht sehen kann - man kann eben auch nicht sehen, dass es nie da war, was man sehen wollte.
Ihr hattet sicherlich viele schöne Momente. Behalte diese in Erinnung und lass den Rest zusammen mit ihr gehen.